Selbstmitgefühl lernen – Mit dir selbst im Gespräch
Vielleicht kennst du diese Gedanken:
„Ich sollte endlich mal zur Ruhe kommen.“
„Warum reagiere ich immer so übertrieben?“
„Was stimmt nicht mit mir?“
Es sind Sätze, die in uns auftauchen – oft leise, aber wirksam.
Und je öfter wir sie denken, desto mehr beginnen wir, ihnen zu glauben.
Dieser innere Dialog wird zur Dauerbegleitung: kritisch, fordernd, zweifelnd.
Doch was wäre, wenn genau hier dein Weg zu mehr Selbstmitgefühl beginnt?
Nicht da draußen –
sondern in dem Moment, in dem du beginnst, dir selbst zuzuhören.
Die Beziehung zu dir selbst beginnt mit Sprache
Wir reden jeden Tag mit uns selbst.
Doch die meisten Gespräche führen wir unbewusst.
- „Du bist zu empfindlich.“
- „Das schaffst du eh nicht.“
- „Reiß dich zusammen.“
Würdest du so mit einer Freundin sprechen?
Oder mit einem Kind, das Halt braucht?
Wahrscheinlich nicht.
Und trotzdem sprechen wir oft so mit uns selbst –
aus Gewohnheit, aus alten Mustern.
Denn niemand hat uns gezeigt, wie ein mitfühlender innerer Dialog klingen kann.
Und genau hier setzt das Selbstmitgefühl lernen an: Schritt für Schritt neu entdecken, wie du dir selbst auf heilsame Weise begegnen kannst.
Was du dir selbst sagen darfst
Ein neuer Umgang beginnt nicht mit großen Worten.
Sondern mit kleinen Sätzen wie:
- „Ich höre dich.“
- „Du darfst fühlen, was du fühlst.“
- „Ich bin da.“
Es sind keine Floskeln.
Es ist eine Haltung – dir selbst gegenüber.
Ein erster Schritt zurück in Verbindung.
Zurück zu dir.
Denn du musst nicht perfekt denken, um gut mit dir zu sprechen.
Du darfst neu lernen, dich zu begleiten – im Alltag, im Zweifel, im Kleinen.
Und wenn du spürst, dass du hier tiefer einsteigen möchtest: Hol dir mein kostenloses Workbook "Mit dir-ein Monat für deine Selbstbeziehung" , das dir einfache Übungen für mehr Selbstmitgefühl im Alltag schenkt.
Mehr dazu findest du in meinem Artikel über den inneren Dialog und alte Muster.

Selbstmitgefühl lernen heißt: Deine Gefühle verstehen
Viele Menschen glauben, dass ihre Gefühle ein Problem sind.
Dass sie „zu viel“, „zu sensibel“ oder „zu nah am Wasser gebaut“ sind.
Vielleicht hast du das auch schon über dich gehört – oder selbst gedacht.
Und doch sind es oft genau diese Menschen, die besonders fein wahrnehmen, was in und um sie herum geschieht.
Die ein tiefes Gespür haben – für Stimmungen, Worte, Atmosphären. Und für das, was nicht ausgesprochen wird.
Gefühle sind nicht das Problem.
Sie sind Hinweise. Wegweiser. Sprache.
Sie sind das, wie dein Inneres mit dir spricht – und der erste Schlüssel, wenn du Selbstmitgefühl lernen möchtest.
Was wäre, wenn nichts falsch mit dir ist?
Wenn du traurig bist, spürst du, dass dir etwas fehlt.
Wenn du wütend bist, zeigt dein System dir:
„Hier ist eine Grenze erreicht.“
Wenn du dich leer fühlst, ist das oft ein Zeichen dafür, dass du lange über deine eigenen Bedürfnisse hinweggegangen bist.
Jedes Gefühl trägt eine Botschaft.
Es will nicht, dass du dich darin verlierst –
aber es will, dass du hinhörst.
Das eigentliche Problem beginnt dort, wo wir Gefühle als Störung empfinden und versuchen, sie zu unterdrücken oder wegzudenken, anstatt sie erst einmal zu verstehen.
Gefühle wollen gesehen, nicht gelöst werden
Viele von uns haben früh gelernt:
Gefühle machen schwach.
Gefühle machen angreifbar.
Gefühle sind störend – also „reiß dich zusammen“.
Doch das ist ein Schutzmechanismus, kein gesunder Umgang mit dir selbst.
Ein Gefühl braucht keine Lösung.
Es braucht Raum.
Es will wissen:
„Siehst du mich?“
„Nimmst du mich ernst?“
„Bist du bereit, mir zuzuhören – auch wenn ich unbequem bin?“
Wenn du ein Gefühl wirklich zulässt, ohne es sofort zu bewerten oder verändern zu wollen, geschieht oft etwas Überraschendes: Es wandelt sich – nicht weil es verschwinden muss, sondern weil es verstanden wurde.
Praktische Fragen, wenn es schwer wird
Manche Gefühle kommen mit voller Wucht.
Andere schleichen sich leise ein, bleiben aber hartnäckig.
Hier sind ein paar einfache Fragen, die dir helfen können, deinem Inneren Raum zu geben und Selbstmitgefühl im Alltag zu üben:
- Was genau fühle ich gerade? (Nicht: Was denke ich darüber?)
- Was will dieses Gefühl mir zeigen?
- Was bräuchte ich gerade – von mir selbst oder von anderen?
Schon allein durch diese Fragen kommst du vom Überwältigtsein ins Wahrnehmen.
Und das ist der Moment, in dem dein Inneres aufatmet.
Du musst nicht jede Emotion lösen.
Du darfst sie fühlen.
In deinem Tempo. In deiner Sprache. Auf deine Weise.
Du bist nicht deine Gefühle – aber sie gehören zu dir
Gefühle kommen. Gefühle gehen. Manche bleiben länger, andere nur kurz.
Aber keines davon sagt etwas über deinen Wert aus.
Es ist kein Zeichen von Schwäche, traurig zu sein.
Es ist ein Zeichen von Menschlichkeit.
Wenn du das erkennst, entsteht innerer Raum: für Mitgefühl, für Verständnis – für dich.
Und genau da beginnt eine neue Beziehung: nicht nur zu deinen Gefühlen, sondern zu dir selbst.
Das ist der Kern, wenn du Schritt für Schritt Selbstmitgefühl lernen willst.
Wenn du Lust hast, das gleich auszuprobieren: In meinem kostenlosen Workbook findest du einfache Übungen, die dir helfen, deine Gefühle bewusster wahrzunehmen und liebevoller mit ihnen umzugehen.

Selbstmitgefühl lernen heißt auch: Vergebung üben
Es gibt Erlebnisse, die hinterlassen Spuren.
Sätze, die wir nie vergessen.
Entscheidungen, die wir anders hätten treffen wollen.
Beziehungen, die nicht gehalten haben.
Grenzen, die wir übergangen – oder nicht gesetzt haben.
Oft schleppen wir all das viel länger mit uns herum, als uns bewusst ist.
Nicht sichtbar. Aber spürbar.
Wie ein innerer Rucksack, den wir schon so lange tragen, dass wir fast vergessen haben, wie leicht es sich ohne ihn anfühlen könnte.
Und irgendwann taucht diese eine Frage auf: Kann ich mir selbst vergeben?
Vergebung ist kein Vergessen
Viele glauben, Vergebung bedeutet:
„Ich muss es gutheißen.“
„Ich muss vergessen, was war.“
„Ich muss wieder offen sein für die Person, die mich verletzt hat.“
Doch das stimmt nicht.
Vergebung ist kein Weg zurück – sie ist ein Schritt nach vorn.
Ein innerer Akt der Selbstachtung.
Nicht, weil das Geschehene harmlos war.
Sondern weil du es nicht länger mit dir herumschleppen willst.
Vergebung ist kein „Schwamm drüber“.
Sondern ein stilles:
„Ich höre auf, mich heute für gestern zu bestrafen.“
Es geht nicht um die anderen
Oft warten wir darauf, dass jemand sagt:
„Es tut mir leid.“
Dass die andere Person ihr Verhalten einsieht.
Dass wir Gerechtigkeit bekommen.
Doch manchmal passiert das nie.
Dann bleibt nur die Frage:
Willst du dich weiter festhalten an dem, was nicht mehr zu ändern ist?
Oder bist du bereit, für dich loszulassen – ohne dass alles aufgearbeitet sein muss?
Vergebung bedeutet nicht, dass es okay war.
Es bedeutet, dass du dich befreien willst – nicht die anderen.
Sich selbst vergeben – der schwerste Teil
Manchmal fällt es uns leichter, anderen zu vergeben, als uns selbst.
Weil wir uns genau kennen.
Weil wir glauben, wir hätten es „besser wissen müssen“.
Weil wir an uns Maßstäbe anlegen, die wir bei niemand anderem gelten lassen würden.
Aber du bist nicht perfekt.
Du bist Mensch. Mit deinen Prägungen, deinen Überlebensstrategien, deinen blinden Flecken. Und mit dem ehrlichen Wunsch, es gut zu machen.
Vergebung beginnt dort, wo du dich entscheidest, dich nicht mehr auf deine Fehltritte zu reduzieren.
Was dir helfen kann
Vielleicht helfen dir Fragen wie:
- Was verurteile ich heute noch an mir – obwohl ich längst weitergegangen bin?
- Wen müsste ich sein, um mir selbst verzeihen zu können?
- Was wäre, wenn ich mein Damals mit den Augen von heute betrachte – mit mehr Mitgefühl statt mit Anklage?
Du wirst merken:
In dem Moment, wo du bereit bist, dich nicht mehr dafür zu bestrafen, dass du verletzt warst, unsicher warst, nicht perfekt warst – öffnet sich etwas in dir.
Nicht sofort. Aber ehrlich. Nicht laut. Aber spürbar.
Und vielleicht sagst du dir irgendwann:
„Ich habe nicht alles richtig gemacht. Aber ich habe mein Bestes gegeben.
Und ich will mich dafür nicht länger kleinhalten.“
Wenn du diese Fragen spannend findest und dir regelmäßig Impulse für mehr Selbstmitgefühl und Achtsamkeit wünschst:
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Selbstmitgefühl lernen –
Intuition führen statt Angst folgen
Es gibt diese Momente, in denen du innerlich ganz genau spürst:
„Das ist mein Weg.“
Ein stilles Wissen.
Ein Satz, der plötzlich da ist.
Eine Richtung, die sich richtig anfühlt – ohne dass du sie logisch erklären könntest.
Doch oft ist diese Klarheit nicht lange allein.
Wenig später meldet sich eine andere Stimme:
- „Was, wenn du dich täuschst?“
- „Was, wenn du es nicht schaffst?“
- „Was, wenn du wieder enttäuscht wirst?“
Und du stehst da – zerrissen.
Zwischen der Intuition, die nach vorne zieht.
Und der Angst, die dich zurückhalten will.
Zwei Stimmen. Zwei Absichten.
Sowohl Intuition als auch Angst wollen dich schützen – aber sie tun es auf ganz unterschiedliche Weise.
Intuition ist leise, aber klar.
Sie kennt deinen inneren Kompass. Sie zeigt dir, was stimmig ist – oft ohne Begründung.
Angst ist laut, drängend, eng.
Sie erinnert dich an frühere Verletzungen. Sie will vermeiden, dass du nochmal enttäuscht wirst.
Beide Stimmen gehören zu dir.
Doch wenn du Selbstmitgefühl lernen willst, geht es darum, bewusst zu entscheiden: Welche Stimme führst du?
Wie du Intuition und Angst unterscheiden kannst
In der Arbeit mit Klient:innen frage ich oft:
„Was passiert in dir, wenn du an diese Entscheidung denkst?“
Dann schauen wir auf das körperliche Empfinden:
- Fühlt es sich weiter an – oder enger?
- Entsteht Raum – oder zieht sich etwas zusammen?
Hier ein paar Leitsätze, die dir helfen können:
Intuition | Angst |
fühlt sich ruhig an | wirkt unruhig, panisch |
hat keinen Druck | erzeugt inneren Druck |
spricht einmal, klar | wiederholt sich ständig |
gibt Richtung | will Kontrolle |
Manchmal ist der Unterschied nur ein Hauch. Aber dieser Hauch kann entscheidend sein.
Angst ist kein Feind – sie braucht Führung
Angst hat ihren Platz. Sie erinnert dich an Grenzen. Sie schützt dich, wenn etwas wirklich nicht gut für dich ist.
Doch wenn du sie führen willst, musst du sie hören – ohne ihr blind zu folgen.
Das heißt nicht: „Tu es trotzdem.“
Sondern:
„Ich sehe dich. Ich verstehe, dass du Angst hast. Und trotzdem entscheide ich bewusst.“
So entsteht innere Sicherheit – nicht durch das Verschwinden der Angst, sondern durch deine Fähigkeit, trotzdem zu gehen.
Was du dir selbst sagen kannst
Wenn du spürst, dass beide Stimmen gleichzeitig in dir rufen, hilft es, dich zu fragen:
- Wem will ich heute Raum geben – meiner Angst oder meinem Vertrauen?
- Was würde meine weise, erwachsene Seite jetzt tun?
- Bin ich bereit, der Stimme in mir zu folgen, die nicht laut ist – aber wahr?
Du musst nicht alles wissen.
Aber du darfst spüren, was jetzt richtig ist.
Manchmal ist der nächste Schritt kein mutiger Sprung, sondern eine sanfte Entscheidung:
„Ich höre beide Stimmen – aber ich gehe mit der, die mich nicht klein macht, sondern weiterführt.“
Manchmal reicht es, diese Fragen für dich allein zu bewegen.
Und manchmal spürst du, dass es leichter wäre, wenn dich jemand dabei begleitet – jemand, der deine Angst nicht wegmacht, sondern dir hilft, deine Intuition wieder klarer zu hören.
Wenn du magst, kannst du dir dafür ein kostenloses Klarheitsgespräch bei mir buchen. Dort schauen wir gemeinsam, welche Stimme in dir gerade führt – und wie du mehr Vertrauen in deine innere Klarheit findest.

Selbstmitgefühl lernen – Du darfst dir wieder glauben
Vielleicht war dieser Monat ein stilles Wiedersehen mit dir selbst.
Ein vorsichtiges Herantasten an das, was du so lange unter Kontrolle halten wolltest:
deine Gedanken, deine Gefühle, deine inneren Stimmen.
Vielleicht hast du in den letzten Wochen gespürt, dass du nicht falsch bist,
sondern dass du gelernt hast, dich zu verstecken – aus Schutz, nicht aus Schwäche.
Vielleicht ist dir bewusst geworden, wie viel Kraft es kostet, dich selbst zu bezweifeln.
Und wie viel Ruhe entsteht, wenn du dir wieder beginnst zu glauben.
Nicht blind. Nicht naiv.
Sondern ehrlich. Still. Und Schritt für Schritt.
Du musst es nicht allein tun
Wenn du spürst, dass in dir etwas in Bewegung gekommen ist –
aber du noch nicht weißt, wohin es dich führen soll –
dann lade ich dich ein, dir Unterstützung zu holen.
Du musst nicht alles mit dir selbst ausmachen.
Du darfst dich begleiten lassen. In deinem Tempo. Auf deine Weise.
„Wenn du tiefer eintauchen möchtest, lies gern meinen Beitrag über die Rückverbindung zu dir selbst.“
Deine nächsten Schritte
1. Starte klein – mit meinem Workbook "MIT DIR - EIN MONAT FÜR DEINE SELBSTBEZIEHUNG"
Hol dir meinen kostenlosen Impuls mit einfachen Übungen, um Selbstmitgefühl im Alltag zu lernen.
2. Bleib verbunden – über meinen Newsletter
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3. Gehe tiefer – im kostenlosen Klarheitsgespräch
Wenn du spürst, dass du diesen Weg nicht allein gehen möchtest, dann lade ich dich ein zu einem kostenlosen Klarheitsgespräch. Dort darfst du erzählen, was dich bewegt – und wir schauen gemeinsam, ob meine Begleitung für dich passt. Ganz ohne Druck, ganz in Ruhe.“
Du darfst dir selbst wieder glauben.
Und du darfst dir Hilfe holen – ohne dich schwach zu fühlen.
Ich freue mich auf dich.
Von Herz zu Herz,
