Der stille Rückfall
Letzte Woche war ich richtig stolz.
Ich hatte eine kleine neue Routine etabliert –
ganz sanft, ohne Druck, aber sie fühlte sich gut an.
Ein leiser Morgensatz. Ein Glas Wasser. Fünf Minuten mit mir.
Und dann kam der Mittwoch.
Ein voller Kalender. Drei Nachrichten vor dem Frühstück.
Ein Gespräch, das mir emotional näher ging, als ich erwartet hatte.
Plötzlich war sie weg, die neue Routine.
Nicht vergessen – sondern überrollt.
Ich funktionierte wieder. War angepasst. Reagierte statt zu gestalten.
Und das alles, ohne es richtig zu bemerken.
Kennst du das?
Diese Momente, in denen du eigentlich weißt, was dir guttut …
und trotzdem nicht danach handelst?
In denen du den Wunsch nach Verbindung mit dir selbst hast,
aber der Tag dich überholt –
und am Abend fragst du dich: Wo war ich eigentlich heute?
Dann möchte ich dir heute sagen: Das ist kein Rückschritt.
Das ist der Alltagstest.
Und er ist nicht dazu da, dich zu prüfen –
sondern dich zu erinnern:
Wirkliche Veränderung wächst langsam. Und sie will geschützt werden.
Denn Veränderung ist nicht das, was wir tun,
wenn alles still ist.
Veränderung ist das, was wir beschützen,
wenn es wieder laut wird.
Der Alltagstest kommt nicht als große Krise.
Er zeigt sich oft ganz leise:
– im kurzen „Ja“, obwohl du „Nein“ meintest
– in der Pause, die du überspringst
– in dem Moment, wo du dich selbst erklärst, obwohl du einfach fühlen dürftest
Es sind keine „Fehler“.
Es sind Einladungen: Was brauchst du, um bei dir zu bleiben?
Was willst du neu verankern, statt nur neu erkennen?
Ich glaube:
Der Alltag ist kein Gegner deiner Veränderung.
Er ist der Spiegel.
Und in ihm kannst du sehen,
was von deiner inneren Arbeit wirklich schon Halt gefunden hat –
und was vielleicht noch Begleitung braucht, um sich zu setzen.
Du musst nichts perfekt machen.
Aber du darfst dich fragen:
Was braucht meine Veränderung, um lebendig zu bleiben?

Rückblick: Was hat gehalten? Was ist gekippt?
Der August stand unter dem Zeichen von „Stabilität & Alltag neu gestalten“.
Nicht durch Kontrolle. Nicht durch Disziplin.
Sondern durch das stille Wissen: Ich darf mich begleiten – statt mich zu verlieren.
Jetzt, am Ende des Monats, beginnt ein anderer Moment:
Der Moment, in dem du innehältst.
Nicht um zu bewerten. Sondern um zu verstehen.
Denn manchmal merken wir erst beim Zurückschauen,
was wirklich gewirkt hat.
Was geblieben ist.
Was uns getragen hat – ohne dass wir es bewusst geplant hatten.
Ich lade dich heute ein, ganz sanft mit dir selbst zu sein.
Und dich nicht zu fragen: „Was habe ich geschafft?“
Sondern:
„Was ist in mir gewachsen – auch wenn es klein war?“
Veränderung ist kein Projekt.
Sie ist ein Prozess.
Und jeder Prozess hat Phasen der Klarheit …
und Phasen, in denen es wieder ruckelt.
Vielleicht gab es in diesem Monat kleine Rituale,
die du regelmäßig gemacht hast – und die dir gutgetan haben.
Ein Spaziergang. Ein Satz. Ein Glas Wasser in Stille.
Vielleicht hast du gespürt, dass du liebevoller mit dir selbst sprichst.
Dass du achtsamer bist mit deinem Ja.
Oder schneller erkennst, wenn du dich wieder verlierst.
Das alles sind Zeichen für Veränderung.
Auch wenn sie sich nicht als Ergebnis zeigen,
sondern als neue Art, dich selbst zu erleben.
Und gleichzeitig darfst du auch anerkennen,
wo du zurückgerutscht bist.
Nicht als Scheitern – sondern als Botschaft.
Manchmal kippt eine gute Gewohnheit in alten Kontexten.
Eine neue Entscheidung wird plötzlich brüchig,
wenn alte Stimmen wieder laut werden.
Ein Wunsch nach Klarheit wird überdeckt von Alltagslärm.
Stell dir daher sanft diese Fragen – vielleicht schriftlich oder nur im Herzen:
Was hat mir diesen Monat wirklich gutgetan?
Was ist leicht gewesen – und warum?
Was war schwer – und was habe ich daraus über mich gelernt?
Und vor allem: Was möchte ich mitnehmen in den neuen Monat?
Nicht alles. Nur das, was sich nach Wahrheit anfühlt.
Du musst nicht alles verändern.
Nur dich selbst nicht vergessen.

Der Alltagstest: Wenn Veränderung auf andere trifft
Du kennst dieses Gefühl vielleicht:
Du hast etwas in dir erkannt.
Etwas gelöst. Oder neu entschieden.
Und dann kommst du zurück in deinen Alltag –
und es fühlt sich an,
als würde dein Inneres gegen die Realität prallen.
Plötzlich ist da wieder das alte Gesprächsmuster mit deinem Partner.
Die stummen Erwartungen im Job.
Das Kind, das genau an dem Tag laut ist, an dem du leise sein willst.
Die Freundin, die sagt: „Du hast dich verändert.“
Und sie meint nicht: „Wie schön.“
Das ist der Moment, den ich Alltagstest nenne.
Nicht als Prüfung. Nicht als Hürde.
Sondern als Begegnung zwischen deinem alten Leben und deinem neuen Bewusstsein.
Denn wirkliche Veränderung zeigt sich nicht in der Stille –
sondern im Kontakt.
In der Art, wie du antwortest.
In der Entscheidung, bei dir zu bleiben – auch wenn andere es nicht verstehen.
In deinem Mut, sanft Grenzen zu setzen, obwohl du früher geschwiegen hast.
Veränderung, die nicht in Beziehungen spürbar wird,
bleibt Theorie.
Und genau hier braucht es oft zwei Dinge:
Verständnis für dich selbst
Denn du wirst Rückfälle erleben.
Momente, in denen du nachgibst. Oder mitmachst.
Nicht, weil du gescheitert bist – sondern weil dein System noch übt.
Raum für neue Entscheidungen
Veränderung braucht Wiederholung.
Nicht als Zwang – sondern als liebevolle Übung.
Frage dich heute ganz ehrlich:
Wo in deinem Alltag wird es noch wackelig?
In welchen Beziehungen spürst du Spannung zwischen „früher“ und „jetzt“?
Wo brauchst du noch innere Erlaubnis, deinen neuen Weg zu leben?
Und auch:
Wer versteht dich wirklich auf diesem Weg?
Gibt es Menschen, die dich begleiten – statt bewerten?
Räume, in denen du dich nicht erklären musst?
Wenn die Antwort nein ist, dann ist das kein Defizit.
Es ist eine Einladung, genau solche Räume zu wählen.
Denn du musst deine Veränderung nicht gegen dein Leben verteidigen.
Du darfst sie hineinweben – Schritt für Schritt.
In deinen Alltag.
In deine Beziehungen.
In dein Jetzt.

Du musst das nicht allein machen
Manchmal glauben wir, wir müssten das alles selbst schaffen.
Unsere Muster lösen.
Unsere Grenzen halten.
Unsere Veränderungen erklären.
Und ja – vieles in uns ist kraftvoll.
Aber Veränderung ist kein Soloprojekt.
Veränderung will gesehen werden.
Begleitet werden.
Genährt werden.
Denn wenn du dich auf den Weg machst –
wirklich machst –
dann brauchst du Raum.
Einen Raum, in dem du nicht leisten musst.
Einen Raum, in dem du nicht erklären musst.
Einen Raum, in dem du einfach sein darfst.
Deshalb möchte ich dich heute erinnern:
Du darfst dir Begleitung erlauben.
Nicht, weil du es nicht alleine könntest –
sondern weil du es nicht alleine musst.
Wenn du gerade spürst,
dass dein Alltagstest mehr Kraft zieht als du dachtest –
wenn du spürst, dass du eigentlich weißt, wohin du willst,
aber die Umsetzung im Leben stockt –
dann darf das ein Zeichen sein:
Ein Zeichen, dass du dir Unterstützung schenken darfst.
Vielleicht ist es ein Buch, das dich erinnert.
Vielleicht eine Karte, die dich neu ausrichtet.
Oder vielleicht ein Gespräch –
das nichts fordert, aber viel klärt.
Möglichkeiten, wie ich dich begleite:
Mein Buch: *„Endlich ich – Mein Weg aus alten Mustern“
Ein stiller Begleiter für deinen Alltag.
Für die Momente, in denen du dich selbst wieder hören willst.
Mein Kartenset: 24 Impulse für mehr Klarheit, Ausrichtung und liebevolle Rückverbindung
Für deinen Alltag. Deinen Schreibtisch. Deinen Weg.
Klarheitsgespräch: Ein kostenfreier Raum für dich
Für alles, was unklar ist – und für das, was in dir leise ruft.
Wenn du meine Impulse regelmäßig bekommen möchtest –
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Und ganz bald wird es noch tiefer:
In KW 38 findet mein nächster Thementag statt – live & in kleiner Runde.
Ein ganzer Tag nur für dich.
Für das, was gesehen werden will.
Und für das, was sich neu zeigen darf.
Mehr dazu im nächsten Kapitel

Übergang – und Einladung in deinen neuen Raum
Vielleicht spürst du gerade,
dass etwas in dir weiter möchte.
Nicht schneller. Nicht größer.
Aber echter.
Denn Veränderung endet nicht mit einem neuen Gedanken –
sie beginnt da, wo du deinen Alltag damit füllst.
Wo dein Innenleben mit deinem Außenleben tanzt.
Deshalb lade ich dich ein,
den neuen Monat nicht einfach nur zu „starten“ –
sondern bewusst zu betreten.
Mit Weite. Mit Rückblick.
Und vielleicht mit etwas, das dich ganz sanft weiterträgt.
September – Zeit für Loslassen, Veränderung & Neuausrichtung
Ab KW 35 tauchen wir ein in ein neues Monatsthema:
Was will gehen? Was darf bleiben? Was ruft dich weiter?
Wir sprechen über:
- deine emotionale Ernte (KW 35)
- sanfte Schattenarbeit & alte Programme (KW 36)
- echtes Loslassen (KW 37)
- Selbstwert jenseits von Leistung (KW 38)
- Rückverbindung & innere Heimat (KW 39)
Und:
Du bist eingeladen, mitzugehen – in deinem Tempo, in deiner Tiefe.
Besonderes Highlight: Thementag live in KW 38
Samstag, 20. September 2025 |
Holzmaden
Max. 7 Personen |
Tiefer Raum |
Inklusive Workbook & Verpflegung
„Rituale der Heilung – Dein Weg zu neuer Kraft“
Ein ganzer Tag für dich.
Zum Loslassen, Sortieren, Neuordnen. Und vor allem: Zum Bei-dir-Sein.
Hier findest du alle Infos & kannst dir deinen Platz sichern.
Ich freue mich auf alles, was jetzt kommt.
Und ich bin da, wenn du magst.
Von Herz zu Herz,
Trauercoach mit Herz Iris Sailer
