🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥
Schau dir den Beitrag auch auf YouTube an!
Wenn du diesen Blogbeitrag lieber als Video sehen oder hören möchtest, findest du ihn auch auf meinem YouTube-Kanal.
Klicke hier, um das Video anzusehen: Link zum Youtube Video.
🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥🎥
Es gibt kaum etwas Schmerzhafteres, als sich nicht nur mit den körperlichen Beschwerden einer chronischen Erkrankung zu plagen, sondern auch das Unverständnis von Familie und Freunden zu ertragen.
Wenn du täglich gegen Schmerzen, Nebenwirkungen und Einschränkungen kämpfst, erwartest du doch eigentlich, dass dein Umfeld dich unterstützt.
Doch oft erlebst du genau das Gegenteil: Missverständnisse, unpassende Kommentare oder gar das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden.
Du fragst dich: Warum sehen sie nicht, wie schwer das für mich ist? Warum verstehen sie nicht, dass ich nicht einfach „stärker sein“ kann?
Diese Reaktionen können verletzend sein, und oft fühlst du dich damit allein gelassen.
Aber es gibt Wege, wie du mit dieser Isolation und dem Gefühl des Unverständnisses umgehen kannst.
Lass uns einen genaueren Blick darauf werfen, warum Menschen so reagieren und wie du trotz allem innerlich stark bleibst.
Warum versteht mich niemand?
Menschen, die selbst keine chronische Erkrankung haben, können sich nur schwer vorstellen, wie es ist, jeden Tag mit Schmerzen oder anderen Symptomen zu leben.
Oft denken sie, dass du einfach nur „durchhalten“ musst oder dass es dir ja „gar nicht so schlecht gehen kann“, weil du „gut aussiehst“.
Solche Aussagen zeigen, wie wenig Verständnis viele Menschen für unsichtbare Krankheiten haben.
Sie meinen es nicht immer böse – oft fehlt ihnen einfach das Wissen.
Hinzu kommt, dass viele nicht wissen, wie sie mit dir umgehen sollen. Sie fühlen sich unsicher, weil sie nicht wissen, was sie sagen oder tun sollen. Das führt dazu, dass sie sich distanzieren oder unpassende Ratschläge geben, wie „Versuch’s mal mit mehr Sport“ oder „Das wird schon wieder“.
Solche Kommentare können dir das Gefühl geben, nicht ernst genommen zu werden – obwohl sie oft aus Unwissenheit und Unsicherheit entstehen.

Wie du mit Unverständnis umgehen kannst
- Offene und klare Kommunikation
Eine der besten Strategien, um Missverständnisse zu vermeiden, ist eine klare und offene Kommunikation.
Menschen können nicht in deinen Kopf schauen und wissen oft nicht, was du brauchst oder was du durchmachst.
Erkläre ihnen deine Situation, so einfach und direkt wie möglich. Du kannst beispielsweise sagen:
„Ich weiß, es sieht vielleicht so aus, als ginge es mir gut, aber meine Schmerzen sind heute wirklich schlimm.
Es würde mir helfen, wenn du mich einfach nur unterstützen könntest, anstatt mir Ratschläge zu geben.“
Durch solche klaren Ansagen hilfst du deinem Umfeld, dich besser zu verstehen und deine Bedürfnisse zu respektieren. - Grenzen setzen
Nicht jeder wird deine Situation verstehen – und das ist in Ordnung.
Du musst nicht jeden überzeugen oder alle dazu bringen, deine Herausforderungen nachzuvollziehen.
Viel wichtiger ist es, dass du deine eigenen Grenzen kennst und schützt.
Es ist okay, „Nein“ zu sagen, wenn du dich nicht in der Lage fühlst, etwas zu tun, auch wenn andere das vielleicht nicht verstehen.
Denke immer daran: Dein Wohlbefinden steht an erster Stelle, und du hast das Recht, dich selbst zu schützen. - Selbstfürsorge als Priorität
Wenn du merkst, dass dein Umfeld dir nicht die Unterstützung geben kann, die du brauchst, ist es umso wichtiger, dass du auf dich selbst achtest.
Selbstfürsorge bedeutet, dir selbst das zu geben, was du von anderen nicht bekommst.
Plane bewusst Zeit ein, um dich zu entspannen, deine Energie aufzuladen und dir Gutes zu tun.
Das können kleine Rituale wie ein entspannendes Bad, ein gutes Buch oder eine sanfte Yoga-Einheit sein.
Je besser du auf dich selbst achtest, desto weniger abhängig wirst du von der Bestätigung anderer.

Meine eigene Geschichte:
Mein Leben mit Morbus Bechterew
Diese Situation kenne ich nur zu gut aus eigener Erfahrung.
Seit mehr als 2 Jahrzehnten habe ich mit den Herausforderungen von Morbus Bechterew zu kämpfen – einer chronischen Entzündung der Wirbelsäule, die nicht nur starke Schmerzen, sondern auch erhebliche Einschränkungen im Alltag mit sich bringt.
Doch was mich fast genauso belastete wie die körperlichen Beschwerden, war das Unverständnis meines Umfelds.
Jedes Mal, wenn ich über meine Schmerzen sprach, hörte ich Dinge wie „Das wird schon wieder“ oder „Vielleicht machst du einfach nicht genug Sport“ oder auch „Jetzt stell dich nicht so an, du siehst doch gut aus“.
Diese Kommentare trafen mich hart, denn sie zeigten, dass mein Umfeld nicht wirklich begriff, wie schwer die Situation für mich war.
Anstatt mich verstanden zu fühlen, zog ich mich immer mehr zurück. Ich sprach weniger über meine Krankheit und versuchte, alles alleine zu bewältigen.
Doch dieser Weg führte mich nur noch tiefer in die Isolation. Es war ein schmerzhafter Prozess, aber irgendwann wurde mir klar, dass ich Unterstützung brauchte – und zwar nicht von Menschen, die mich nicht verstanden, sondern von Experten, die wussten, was ich durchmachte.
Ich wandte mich an Berater und Therapeuten, außerhalb des gesetzlichen Gesundheitssystems aufzusuchen, die mir halfen, mit meinen Schmerzen und den emotionalen Belastungen umzugehen.
Sie gaben mir Werkzeuge an die Hand, um meine Grenzen besser zu setzen, und halfen mir, wieder mehr auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten.
Mit der Zeit lernte ich, klarer zu kommunizieren, was ich brauchte, und mich nicht mehr von den Reaktionen meines Umfelds herunterziehen zu lassen.
Heute weiß ich, dass ich nicht jedem erklären muss, was ich durchmache – es reicht, wenn ich Menschen an meiner Seite habe, die mich wirklich unterstützen.
Diese Erkenntnis hat mir geholfen, wieder mehr Kontrolle über mein Leben zu gewinnen und trotz meiner Krankheit eine neue innere Stärke zu entwickeln.
Meine Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, ein Netzwerk von Menschen zu haben, die dich verstehen und unterstützen. Das können nicht nur Familie und Freunde sein, sondern auch Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Selbsthilfegruppen, Online-Foren oder professionelle Berater und Therapeuten können wertvolle Quellen der Unterstützung sein.
Ein solches Netzwerk gibt dir die Möglichkeit, dich auszutauschen, verstanden zu fühlen und wertvolle Tipps zu erhalten.
Oft hilft es schon, zu wissen, dass man nicht allein ist – dass es Menschen gibt, die genau nachvollziehen können, was du durchmachst.
Dieser Rückhalt kann dir dabei helfen, auch die schwierigen Momente zu überstehen.
Wie häufig ist das Problem des Unverständnisses?
Wusstest du, dass laut einer Umfrage der Deutschen Rheuma-Liga über 60 % der Menschen mit chronischen Schmerzen berichten, dass sie sich von ihrem Umfeld nicht ausreichend verstanden fühlen?
Viele Betroffene sprechen davon, dass sie sich aufgrund der Reaktionen ihrer Angehörigen und Freunde isoliert fühlen und sich dadurch ihre Symptome oft noch verschlimmern.
Psychischer Stress, der durch soziale Isolation und das Gefühl des Unverständnisses entsteht, kann nachweislich die körperlichen Beschwerden bei chronischen Erkrankungen verstärken.
Die Forschung zeigt auch, dass Betroffene, die über ein starkes soziales Netzwerk verfügen und sich unterstützt fühlen, tendenziell besser mit ihrer Krankheit umgehen können.
Diese Menschen berichten von einer besseren Lebensqualität und weniger psychischen Belastungen. Es lohnt sich also, in Beziehungen und Netzwerke zu investieren, die dir guttun.
Auch wenn es manchmal schwer ist, das Unverständnis von Familie und Freunden zu ertragen, kannst du lernen, damit umzugehen. Indem du offen kommunizierst, klare Grenzen setzt und dir ein unterstützendes Netzwerk aufbaust, kannst du selbst in den schwierigsten Momenten deine innere Stärke bewahren.
Du bist nicht allein – und es gibt Menschen, die dich verstehen und dich auf deinem Weg unterstützen.
Wenn du das Gefühl hast, dass dir die Unterstützung fehlt oder du dich isoliert fühlst, zögere nicht, dir Hilfe zu holen.
Ob durch eine Selbsthilfegruppe, ein Coaching oder andere Unterstützungssysteme – du verdienst es, gehört und verstanden zu werden.
Deine Reise beginnt hier
Möchtest du erfahren, wie mein Coaching dir helfen kann, dein Selbstwertgefühl trotz gesundheitlicher Herausforderungen wieder aufzubauen?
Buche jetzt ein kostenloses Kennenlerngespräch und lass uns gemeinsam den Weg zu einem neuen, erfüllten Leben gehen.
Ich begleite dich von Herzen gerne.
Dein Trauercoach mit Herz.
Iris Sailer
#MorbusBechterew #ChronischeErkrankungen #Familienunterstützung #Schmerzmanagement #Selbstfürsorge #TrauercoachMitHerz
